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Holzdielen ölen

Natürlicher Schutz mit vielen Vorteilen

Ein Bodenbelag aus Holz ist eine lohnenswerte Anschaffung, denn der natürliche Werkstoff überzeugt durch viele positive Eigenschaften. Neu verlegt oder frisch abgeschliffen benötigen Holzdielen allerdings eine Oberflächenbehandlung mit Öl oder Lack, um das Holz vor den täglichen Gebrauchsspuren zu schützen. Beide Methoden bieten unterschiedliche Vorteile und ergeben auch optisch ein unterschiedliches Resultat.
In diesem Blogbeitrag möchten wir uns der Nachbehandlung mit Öl widmen, weil es die natürlichere Variante ist. Alle typischen Holzeigenschaften wie Atmungsaktivität, fußwarme Haptik und ansprechende Optik bleiben dabei erhalten. So können sich die geölten Holzdielen zum Beispiel nach wie vor positiv auf das Raumklima auswirken, auf das angenehm wohnliche Ambiente sowieso. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, die Holzdielen bei kleinen Beschädigungen nur partiell abzuschleifen und neu mit Öl zu behandeln. Eine Komplett-Renovierung ist nicht erforderlich.

Holzdielen ölen – wäre das auch etwas für Sie? Dann finden Sie im Folgenden nicht nur alle allgemeinen Infos rund um das Thema Nachbehandlung mit Öl, sondern auch Antworten auf alle Fragen, die Sie beschäftigen, wenn Sie Ihre Holzdielen in Eigenregie ölen möchten.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Benötigtes Werkzeug und Material, um Holzdielen zu ölen
  2. Vor dem Ölen: Holzdielen abschleifen?
  3. Gute Vorbereitung ist die halbe Arbeit
    3.1 Rühren, rühren, rühren
    3.2 Die optimale Raumtemperatur
    3.3 Risse und Unebenheiten beseitigen
  4. Wie wird das Öl am besten auf den Holzdielen verteilt?
  5. Holzdielen ölen – Was gibt es sonst noch zu beachten?
  6. Wichtigster Faktor bei der Nachbehandlung mit Öl: Die Zeit!

 1. Benötigtes Werkzeug und Material, um Holzdielen zu ölen

Holzdielen ölen klingt vielleicht simpel, ist aber alles in allem eine zeitaufwändige Arbeit, die verschiedene Schritte erforderlich macht. Dafür ist einiges an Material und Werkzeug notwendig, das Sie wahrscheinlich nicht einfach so aus Ihrem Werkzeugschrank zaubern können – falls Sie denn überhaupt einen haben. Deshalb ist es wichtig, sich vor dem Start erst einmal Gedanken über alle notwendigen Gerätschaften zu machen und sie anschließend zu besorgen. Die folgende Liste gibt Ihnen dafür einen guten Überblick und hilft Ihnen, auch an die weniger offensichtlichen Dinge zu denken:

Benötigtes Werkzeug:

    • Walz- oder Tellerschleifmaschine für die Flächen
    • Seitenschleifer für Ecken und Ränder
    • Einscheibenmaschine
    • Rolle mit Teleskoparm oder Edelstahl-/Gummi-Spachtel
    • Pinsel
    • Fusselfreie Baumwolltücher
    • Rührstab

Benötigtes Material:

    • Pflegeöl für Holzdielen
    • Fugenkitt oder Filler

2. Vor dem Ölen: Holzdielen abschleifen?

Wenn Sie die Holzdielen gerade erst frisch verlegt haben, können Sie diesen Schritt selbstverständlich auslassen. Bei älteren Holzdielen entscheidet der Grad der Beschädigungen, ob ein Abschleifen notwendig ist. Falls abgeschliffen werden muss, benötigen Sie die oben erwähnten Schleifmaschinen, die Sie im Baumarkt mieten können. Entsprechend ausgerüstet folgen dann drei Schleif-Durchgänge mit Grobschliff, Zwischenschliff und Feinschliff. Jeder Durchgang (und vor allem der letzte) sollte mit einer gründlichen Reinigung abgeschlossen werden, um sämtlichen Holzstaub zu entfernen.

Profi-Tipp: Verwenden Sie zum Reinigen ausschließlich Besen und Staubsauger. Feuchtigkeit würde ein Aufrichten der Holzfasern verursachen, was wiederum zu einer rauen Oberfläche führen würde. Das wäre kontraproduktiv.

3. Gute Vorbereitung ist die halbe Arbeit

Bevor mit der Oberflächenbehandlung begonnen werden kann, muss das entsprechende Zimmer komplett leergeräumt werden. Es ist natürlich völlig klar, dass genau das passieren muss, aber vergessen Sie bitte nicht, dafür auch genügend Zeit – und eventuell Hilfe – einzuplanen. Meistens dauert das Ausräumen dann doch länger als vorher gedacht, weil zum Beispiel keiner daran gedacht hat, dass auch die Sockelleisten demontiert werden müssen. Oder dass alle Gegenstände, die auf den Fensterbänken stehen, einstauben werden. Oder oder oder …

3.1 Rühren, rühren, rühren

Egal ob Sie transparentes Öl verwenden oder welches mit Farbpigmenten, rühren Sie das Produkt kurz vor dem Gebrauch einmal gründlich durch. Denn auch wenn es vielleicht nicht sichtbar ist, lagern sich schwere Bestandteile des Öls auf dem Boden ab. Wenn diese nicht wieder gut mit dem Rest vermischt werden, kann das nicht nur zu einer fleckigen Optik führen, sondern auch der Schutz wird im schlimmsten Fall unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

3.2 Die optimale Raumtemperatur

Die beste Voraussetzung für das Verarbeiten von Holzdielen-Öl ist Zimmertemperatur, also zwischen 18 und 25 °C. Das heißt im Winter: eventuell Heizung an. Und im Sommer heißt es im schlimmsten Fall leider: Rolladen runter. Denn nicht nur eine zu hohe Raumtemperatur schadet, sondern auch direkte Sonneneinstrahlung ist nicht gut während der Oberflächenbehandlung mit Öl. Die Holzdielen würden sich zu stark erwärmen.

3.3 Risse und Unebenheiten beseitigen

Im Laufe der Zeit kann es zu Rissen in den Holzdielen kommen. Dies ist grundsätzlich nicht schlimm, sondern eher ein kosmetisches Problem. Wenn Sie dieses aber gerne beheben möchten, ist vor dem Einölen die beste Gelegenheit dafür. Dazu werden Fugenkitt oder Schleifstaub mit Holzleim vermischt und anschließend die Risse und Unebenheiten mit der farblich passenden Masse gefüllt.

Profi-Tipp: Diese Methode funktioniert nur bei Rissen von maximal fünf Millimetern Breite. Für alle größeren Spalten benötigen Sie entweder Fugenkitt auf Acrylbasis oder Sie schnitzen schmale Holzleisten, die exakt in die Fugen passen.

4. Wie wird das Öl am besten auf den Holzdielen verteilt?

Um das Öl auf den frisch geschliffenen Holzdielen aufzutragen, gibt es zwei Methoden: Entweder wird das Öl portionsweise direkt auf den Boden gegossen und mit einem Spachtel verteilt oder es wird zunächst in eine Farbwanne gefüllt und dann mit einer Walze ausgerollt. Mit der zweiten Variante gelingt das Auftragen des Öls aus unserer Sicht dünner und gleichmäßiger, deshalb haben wir uns bei den folgenden Tipps auf diese Methode fokussiert.

    • Holzdielen-Öl lässt sich nur schlecht von den benutzten Malerutensilien entfernen. Verwenden Sie daher einen transparenten Einsatz für Ihre Farbwanne und entsorgen Sie diesen anschließend samt den enthaltenen Ölresten.
    • Achten Sie bei Neukauf auf den sogenannten Flor der Farbrollen, der unterschiedlich lang sein kann. Er ist verantwortlich für das Aufsaugen und Verteilen des Öls und sollte weder zu kurz noch zu lang sein.
    • Setzen Sie nur Farbrollen ein, die wirklich sauber sind, im Zweifelsfall sollte eine ganz neue Walze zum Einsatz kommen. Das Fusseln neuer Rollen können Sie verhindern, indem Sie die Walze mehrmals über die haftende Seite von Malerkrepp rollen.

5. Holzdielen ölen – Was gibt es sonst noch zu beachten?

Beginnen Sie die Oberflächenbehandlung mit Öl immer in den Ecken und an den Rändern und arbeiten Sie sich dann langsam auf die Raummitte bzw. die Tür zu, indem Sie das Öl möglichst gleichmäßig und ohne Pfützen verteilen. Lassen Sie dabei größte Sorgfalt walten, aber versuchen Sie gleichzeitig, zügig voranzukommen. Nach dem ersten Durchgang sollte das Öl für 15 bis 20 Minuten einziehen. Danach ist die Einscheibenmaschine (beiges Pad) an der Reihe. Überschüssiges Öl wird anschließend mit einem fusselfreien Lappen beseitigt.

Profi-Tipp: Bei großen Räumen kann es sich lohnen, das überschüssige Öl mit der Einscheibenmaschine zu entfernen. Dazu wird über das Maschinenpad ein Baumwolltuch gelegt, das dann ganz normal montiert und zum Einsatz gebracht wird.

 

Die Holzdielen müssen nun trocknen – und zwar mindestens zwölf Stunden, am besten gleich über Nacht. Danach kann nach demselben Prinzip der zweite Durchgang erfolgen: Auftrag des Öls, 15-20 Minuten warten, überschüssiges Öl entfernen, 10-24 Stunden weiteres Trocken.

Achtung: Ölige Tücher können sich von selbst entzünden! Lassen Sie diese daher niemals in der Sonne liegen, sondern verwahren Sie alle Gegenstände, die mit dem Öl in Kontakt waren, in mit Wasser gefüllten Behältern oder luftdicht verpackt.

6. Wichtigster Faktor bei der Nachbehandlung mit Öl: Die Zeit!

Sie haben es also geschafft und Ihre Holzdielen wieder bestens in Schuss gebracht. Natürlich sind Sie nun ganz heiß darauf, den neu gestalteten Raum so schnell wie möglich wieder einzurichten und zu nutzen. Doch wir von Traumboden24 wissen aus Erfahrung: Warten lohnt sich! Beginnen Sie nach der Trockenphase zunächst mit dem Einräumen der leichten Möbel. Erst nach einer Woche sollten Sie darüber nachdenken, einmal feucht durchzuwischen. Und bis Sie wieder Teppiche auslegen, sollten möglichst zwei Wochen vergangen sein. Und wenn dann auch das erledigt ist, wünschen wir viel Spaß mit den frisch geölten Holzdielen!