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Parkett & Haustiere

Passt das zusammen?

Kratzer auf dem Holz möchte jeder vermeiden, der sich für einen hochwertigen Parkettboden entschieden hat. Für Haustierbesitzer ist die Wahl eines geeigneten Bodenbelags deshalb besonders schwierig, denn vor allem die Krallen von Hunden hinterlassen definitiv Spuren. Aber heißt das tatsächlich, dass es nur ein entweder oder gibt: Müssen Haustierbesitzer grundsätzlich auf Parkett verzichten? Oder sind Parkettdielen und Haustiere vielleicht doch irgendwie unter einen Hut zu bekommen? Wir von Traumboden24 sind diesen Fragen nachgegangen und stellen Ihnen im folgenden Blogbeitrag einige Möglichkeiten vor, wie es Ihnen gelingt, das scheinbar Unmögliche doch möglich zu machen.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was spricht generell gegen Haustiere und Parkett?
  2. Ist geöltes oder lackiertes Parkett besser?
  3. Ist die Parkettpflege mit Haustieren aufwendiger?
  4. Vier Tipps, die das Leben mit Haustier und Parkett erleichtern

1. Was spricht generell gegen Haustiere und Parkett?

Auf den ersten Blick scheint die Sache relativ klar zu sein: Schwere und agile Haustiere gehören nicht aufs Parkett. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Was das Parkett angeht, ist das …

  • die Kratzanfälligkeit: Vierbeiner wie Hunde, die sich in der Regel frei in der Wohnung bewegen können, besitzen Krallen, die das Parkett langfristig verkratzen. Dass Hunde ihre Krallen nicht einziehen können, wird sofort hörbar und nach kurzer Zeit auf dem Parkettboden auch sichtbar. Aber auch bei Katzen können in Ausnahmefällen Kratzspuren entstehen, obwohl sie ihre Krallen beim Laufen einziehen.
  • die Empfindlichkeit gegenüber Flüssigkeit: Vor allem Katzen sind nicht immer stubenrein, was definitiv nicht gut für das Parkett ist. Eichen- und Akazienparkett reagieren auf Urin besonders empfindlich, weil das Holz viel Gerbsäure enthält. Die Folgen sind dunkle Flecken, die meistens so tief eindringen, dass auch ein Abschleifen der Oberfläche nichts mehr retten kann und die Diele komplett erneuert werden muss.
  • die Empfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit: Eine Katze lebt möglicherweise ausschließlich in der Wohnung, aber ein Hund benötigt regelmäßigen Auslauf im Freien. Wenn sein Fell dabei nass wird, bringt er die Feuchtigkeit – neben dem Schmutz – mit auf den Parkettboden. Bleiben feuchte Stellen auf dem Parkett unentdeckt, führt dies ebenfalls zur Fleckenbildung.

Was die Haustiere angeht, ist das …

  • die Rutschgefahr: Sie ist sowohl vom Körpergewicht des Haustieres abhängig als auch von der Oberflächenbeschaffenheit des Parkettbodens und sollte dringend vor der Entscheidung für einen Bodenbelag getestet werden. Sonst könnte sich das Haustier nicht nur unwohl auf dem Parkett fühlen, sondern sich im schlimmsten Fall sogar verletzen.

Natürlich kommt es auf die Größe, Gewicht, Alter und somit die Agilität des Haustieres an, welche Spuren es hinterlassen wird und wie geeignet somit ein Parkettboden ist. Ein junger Golden Retriever wird das Parkett deutlicher verkratzen als ein in die Jahre gekommener Dackel. Und ein Dackel wird auf dem Parkettboden wahrscheinlich immer noch mehr Spuren hinterlassen als eine Katze. Temporär freilaufende Kleintiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen stellen dagegen kein großes Problem dar und müssen die Wahl des Bodenbelags nicht beeinflussen.

2. Ist geöltes oder lackiertes Parkett besser?

Lackiertes Parkett ist weniger anfällig gegenüber Feuchtigkeit und Schmutz, was den Reinigungs- und Pflegeaufwand im Vergleich zu geöltem Parkett etwas verringert. Das bedeutet natürlich gerade bei haarenden Vierbeinern mit ständig dreckigen Pfoten eine echte Erleichterung. Die Lackschicht ist jedoch anfälliger für Kratzer. Diese sind ebenfalls sehr gut sichtbar und erhöhen, wenn sie die Schutzschicht komplett durchdringen, die Anfälligkeit gegenüber Feuchtigkeit. Tiefe Kratzer lassen sich außerdem nur unzureichend reparieren – als Konsequenz muss in der Regel der gesamte Parkettboden abgeschliffen und neu lackiert werden. Von einer glatten Parkettoberfläche mit Lackversiegelung ist daher speziell bei Hunden abzuraten. Bei Katzen kann Parkett mit einer Lackierung eventuell funktionieren.

Geöltes Parkett ist zwar eigentlich etwas empfindlicher als lackiertes, für Haustiere aber weniger glatt und dadurch eventuell besser geeignet, da weniger Rutschgefahr besteht. Geöltes Parkett bleibt offenporig und kann dadurch Luftfeuchtigkeit aufnehmen und abgeben. Diese Eigenschaft verbessert nicht nur das Raumklima, sondern sorgt durch die Bewegung des Holzes auch dafür, dass kleine Kratzer fast von alleine wieder verschwinden. Im Gegensatz zur Lackschicht können tiefere Kratzer zudem an Ort und Stelle ausgebessert werden. Regelmäßiges Nachölen macht zwar zusätzliche Arbeit, frischt aber sowohl das Aussehen als auch den Schutz des Parkettbodens langfristig auf. Dabei bleibt die Oberfläche aber immer matt, was kleinere Schäden am Parkett wiederum leichter verschwinden lässt.

Sie sollten allerdings unbedingt zu einem Hartholz wie Eichenparkett greifen, denn es ist besonders strapazierfähig und grundsätzlich weniger leicht zu verkratzen. Wenn Sie sich darüber hinaus für eine gebürstete Parkettoberfläche entscheiden, die den Tieren Halt bietet, werden die Spuren Ihrer Lieblinge deutlich weniger ins Gewicht fallen. Auch eine lebhafte Maserung kann dabei helfen, kleinere Schäden effektiv zu kaschieren.

3. Ist die Parkettpflege mit Haustieren aufwendiger?

Sicher muss ein Haushalt mit Hund oder Katze häufiger und gründlicher gereinigt werden als eine Wohnung ohne Haustier, weil einfach mehr Schmutz, Staub und Haare anfallen. Der positive Nebeneffekt: Je besser und häufiger das Parkett mit den passenden Holzpflegemitteln gereinigt wird, umso widerstandsfähiger und langlebiger wird es auch sein. Was die Nachbesserung der Parkettoberfläche angeht, steigt die Frequenz ebenfalls: Lackiertes Parkett muss wegen der Kratzanfälligkeit höchstwahrscheinlich häufiger abgeschliffen werden, als das bei haustierlosen Haushalten der Fall ist. Bei geöltem Parkett kann zunächst mehrfach nachgeölt werden, bevor eine Komplettrenovierung fällig wird. Die Zeitspanne zwischen den Nachbehandlungen sollte aber deutlich knapper ausfallen als für den Normalfall kalkuliert – möglichst mehrmals im Jahr.

4. Tipps, die das Leben mit Haustier und Parkett erleichtern

  • Es ist in jedem Fall hilfreich und schont das Parkett, wenn Sie die Krallen Ihres Haustieres regelmäßig schneiden.
  • Reiben Sie Ihren Hund oder Ihre Katze nach dem Auslauf im Freien gewohnheitsmäßig mit einem Handtuch trocken, um feuchte Stellen auf dem Parkett zu vermeiden.
  • Letzten Endes entscheiden Größe, Gewicht, Alter und somit die Agilität des Haustieres ob ein gebürsteter Parkettboden aus Hartholz der Belastung standhält.
  • Eine lackierte Oberfläche lässt sich deutlich leichter reinigen, eine geölte hingegen ist einfacher zu renovieren.