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Parkett und Fliesen kombinieren

Gegensätze ziehen sich an

Bei der Innenausstattung verschiedene Materialien miteinander zu kombinieren, kann ausgesprochen reizvoll sein. Das gilt vor allem dann, wenn die Kombination in der Theorie eher ungewöhnlich wirkt und dadurch in der Praxis sofort Aufmerksamkeit erregt und die Blicke lenkt. Parkett und Fliesen zum Beispiel können ein ausgesprochen attraktives Zusammenspiel ergeben, wenn bei der Auswahl und dem Verlegen der Bodenbeläge einige wichtige Punkte beachtet werden. Im folgenden Blogbeitrag von Traumboden24 geben wir Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie die perfekte Kombination von Parkett und Fliesen finden und was es bei der Entscheidung sonst noch alles zu beachten gibt.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Parkett und Fliesen: Wann ist das eine gute Idee?
  2. Verschiedene Bodenbeläge nebeneinander verlegen
  3. Geeignete Übergänge zwischen Parkett und Fliesen schaffen
  4. Welche Fliesen passen zu welcher Holzart?
  5. Fazit: Parkett und Fliesen sind eine interessante Kombination

1. Parkett und Fliesen: Wann ist das eine gute Idee?

Der Trend bei Neubauten geht zu offenen Wohnlandschaften, die multifunktional nutzbar sind. Vor allem die Trennung zwischen Küche und Wohnbereich wird dadurch immer häufiger aufgehoben. Das schafft ein angenehmes, modernes Wohnambiente, doch die Anforderungen an den jeweiligen Fußboden bleiben dennoch unterschiedlich. Während im Küchenbereich ein sehr widerstandsfähiger Fußboden benötigt wird, der möglichst unempfindlich auf Feuchtigkeit, Stöße und Kratzer reagiert, ist dies im Wohnbereich nicht so wichtig. Dort soll auch beim Fußboden in der Regel der wohnliche Aspekt hervorgehoben werden. Mit einer Kombination aus Parkett und Fliesen lassen sich beide Anforderungen in diesem Fall perfekt lösen.

Natürlich lassen sich Parkett und Fliesen aber auch für andere Räume und Übergänge miteinander verbinden, zum Beispiel vom Flur in den Wohnbereich oder als Übergang zur Terrasse. Auch im Bad kann der Einsatz beider Materialien durchaus sinnvoll sein. Klingt das auch für Ihre Wohnsituation nach einer guten Idee? Dann bleibt nur noch die Frage, welche Herausforderungen sich eigentlich bei der konkreten Umsetzung ergeben.

2. Verschiedene Bodenbeläge nebeneinander verlegen

Wichtig ist zunächst, sich ausführlich über die Eigenschaften der in Frage kommenden Materialien zu informieren, denn sie reagieren grundsätzlich unterschiedlich auf die vorherrschenden Lichtverhältnisse, auf Feuchtigkeit und das Raumklima. Für beide Beläge gilt jedoch gleichermaßen: Zum Verlegen muss der Untergrund unbedingt sauber, eben und trocken sein. Parkett kann darauf schwimmend verlegt oder vollflächig verklebt werden. Fliesen werden generell verklebt. Zudem zeigt Holz im Gegensatz zu Fliesen bei Temperaturschwankungen ein Quell- und Schwindverhalten, das durch Fugen ausgeglichen werden muss. Diese werden nicht nur zwischen dem Parkett und den angrenzenden Wänden benötigt, sondern auch zwischen Parkett und Fliesen muss eine ausreichend breite Bewegungsfuge eingeplant werden. Sie wird anschließend mit Silikon oder Spritzkork aufgefüllt. Hinzu kommt, dass beide Materialien meistens eine unterschiedliche Aufbauhöhe aufweisen. Auch diese gilt es beim Verlegen auszugleichen, um einen stufenlosen Übergang zu erzielen. Zu diesem Zweck kann zum Beispiel Ausgleichsmasse verwendet oder eine Entkopplungsmatte unter die Fliesen gelegt werden. In der Regel ist es sinnvoll, zunächst die Fliesen und dann erst das Parkett zu verlegen.

3. Geeignete Übergänge zwischen Parkett und Fliesen schaffen

Der Übergang vom Parkettboden zu den Fliesen kann entweder fließend erfolgen oder klar abgetrennt. Beim fließenden Übergang greifen die einzelnen Parkettdielen und Fliesen ineinander und signalisieren damit auch auf diese Weise die Offenheit der Räume. Wird ein fließender Übergang perfekt passend zur Raumstruktur und Inneneinrichtung geplant, lassen sich damit eindrucksvolle Akzente schaffen. Bei dieser Variante sollte allerdings zunächst das Parkett verlegt werden, anschließend können die Fliesen angelegt werden. Aber auch ein glatter, linearer Übergang hat seine Reize, denn er sorgt in optischer Hinsicht für Ordnung und Übersichtlichkeit. Gerade in großen, quadratischen Räumen wirkt eine klare Abtrennung besonders attraktiv. In beiden Fällen ist es erforderlich, den notwendigen Fugenabstand einzuhalten.

Wie bereits erwähnt, sollte zudem darauf geachtet werden, dass Parkett und Fliesen möglichst die gleiche Aufbauhöhe haben. Ein einfaches Übergangsprofil, zum Beispiel eine Messingschiene, sorgt in diesem Fall für einen glatten Übergang und eine klare Trennung. Zudem verhindert die Schiene, dass Feuchtigkeit in den Parkettboden eindringen kann. Ist die Aufbauhöhe unterschiedlich, kommt hingegen ein sogenanntes Anpassungsprofil zum Einsatz. Es kann Höhenunterschiede von bis zu drei Zentimetern ausgleichen und sorgt dafür, dass der Übergang zwischen den Materialien trotz der unterschiedlichen Höhe nicht zur Stolperfalle wird.

4. Welche Fliesen passen zu welcher Holzart?

Die Verwendung zweier verschiedener Materialien für den Fußboden in einem Raum sorgt in der Regel schon von ganz allein für eine gewisse Unruhe. Es ist deshalb häufig besser, wenn beide Werkstoffe gut miteinander harmonieren, was Farbton und Muster angeht. Das gelingt zum Beispiel mit Fliesen in Holzoptik, die den Übergang besonders unauffällig und harmonisch gestalten. So könnte das Badezimmer einen Fliesenbereich um Armaturen, Badewanne oder Dusche erhalten, während der Rest des Bodens mit Parkett verlegt wird. Aber ein bisschen mehr Kontrast geht bei Bedarf natürlich auch: Fliesen in Metalloptik passen zum Beispiel sehr gut zu einem dunklen Echtholzparkett aus Nussbaum oder Mahagoni. Holzarten in hellen, freundlichen Brauntönen wie Ahorn, Esche und Eiche lassen sich dagegen wunderbar mit ebenfalls hellbraunen oder auch dunkleren Fliesen kombinieren.

Was Muster und Maserung angeht, sollte besser nur eines der gewählten Materialien eine ausgeprägte Optik aufweisen: Ein Parkettboden mit ausdrucksstarker Maserung sollte mit dezenten, unifarbenen Fliesen kombiniert werden. Sind hingegen die Fliesen auffällig gemustert, sollte ein umso dezenteres Parkett daneben verwendet werden. Generell gilt aber auch: Je unauffälliger die Möblierung, umso gewagter und kontrastreicher kann die Gestaltung des Fußbodens ausfallen. Dabei müssen Sie sich auch gar nicht auf Braun- und Grautöne beschränken – solange Sie die Grundsätze der Farbenlehre beachten, können Sie das Parkett nach Ihren Vorlieben mit Farbölen nachbearbeiten. Und Fliesen gibt es ohnehin in allen denkbaren Farben und Mustern.

5. Fazit: Parkett und Fliesen sind eine interessante Kombination

Die Kombination aus Parkett und Fliesen kann auch in kleineren Wohnungen eine gute Idee sein, aber vor allem in offenen und multifunktionalen Wohnbereichen entfaltet der Materialmix seine ganze Wirkung. Das Spiel mit Kontrasten unter Berücksichtigung der verschiedenen Funktionalitäten und der Inneneinrichtung kann je nach persönlichem Anspruch besonders dynamisch und modern oder rustikal und gemütlich wirken. Es gibt unzählige Gestaltungsmöglichkeiten, aus denen Sie schöpfen können. Entscheidend dabei ist, ob Sie den Blick bewusst auf einen auffälligen, kontrastreichen Fußboden lenken möchten oder ob er zugunsten der Einrichtung dezent in den Hintergrund treten soll. Aber egal, welche Variante Sie bevorzugen – achten Sie besser darauf, dass der Fußboden in seiner Gesamtheit nicht zu unruhig wird, sondern bei allen Auffälligkeiten und Kontrasten immer harmonisch bleibt. Denn Parkett und Fliesen sind ein langlebiges Duo und Sie sollen natürlich auch nach vielen Jahren und Jahrzehnten noch Freude an Ihrem ganz besonderen Fußboden haben!