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Parkett schwimmend verlegen

So gelingt das Verlegen Ihres Traumbodens garantiert

Holzfußböden gehören zu den ältesten Bodenbelägen, die es gibt. Zum einen bot sich der Rohstoff aufgrund seines natürlichen Vorkommens an. Zum anderen überzeugten die positiven Eigenschaften die Bewohner. Holz ist haltbar, angenehm zu den Füßen und bringt einen rustikalen Charme mit. In unserem Onlineshop finden Sie eine große Auswahl an Parkett. Wer sein Traumparkett gefunden hat, der möchte die Optik verständlicherweise schnellstmöglich in den eigenen vier Wänden erleben. Gerade das schwimmende Verlegen ist vergleichsweise einfach. Jeder Hobbyhandwerker mit etwas Geschick und Erfahrung kann sein Parkett selbst verlegen. Parkett mit 3-Schicht-Aufbau ist für diese Verlegeart besonders geeignet. Parkett mit zwei Schichten wird hingegen verklebt. Gleiches gilt in Räumen mit einer Fußbodenheizung. Was es sonst noch zu bedenken gibt und wie Sie Parkett in Eigenregie schwimmend verlegen, erfahren Sie jetzt.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Die unterschiedlichen Arten der Verlegung
  2. Die Vorteile von schwimmend verlegtem Parkett
  3. Die Nachteile von schwimmend verlegtem Parkett
  4. Vorbereitung
    4.1 Welche Unterlage benötigen Sie?
    4.2 Werkzeug- und Material- Liste
  5. Schritt für Schritt Anleitung
    5.1 Die erste Parkett-Reihe schwimmend verlegen
    5.2 Folgende Parkett-Reihen
    5.3 Verlegung um Türrahmen & Heizkörper
    5.4 Sockelleisten anbringen
  6. Die richtige Reinigung und Pflege: So haben Sie lange Freude an Ihrem neuen Parkett

1. Die unterschiedlichen Arten der Verlegung

Für Parkett gibt es zwei Optionen beim Verlegen:

  1. das Parkett wird schwimmend verlegt oder
  2. vollflächig mit dem Untergrund verklebt

Das vollflächige Verkleben erfordert Erfahrung mit der Materie. Für Heimwerker kommt deshalb primär die schwimmende Verlegung infrage. Bei dieser Variante wird das Parkett nur über Nut und Feder untereinander verbunden. Eine Verbindung zum Untergrund im Raum besteht nicht. Die einzelnen Parkettdielen werden entweder mit einem praktischen Klicksystem befestigt oder an Nut und Feder verleimt.

2. Die Vorteile von schwimmend verlegtem Parkett

  • Das Verlegen läuft schnell und sauber ab
  • Direkt nach dem Verlegen ist das Parkett begehbar
  • Es wird kein Kleber benötigt, sodass das Verlegen preiswert und schnell sowie ohne professionelle Hilfe funktioniert
  • Einmal verlegtes Parkett können Sie demontieren und dann erneut verlegen

3. Die Nachteile von schwimmend verlegtem Parkett

  • Zwischen Holzboden und Untergrund bleibt ein Hohlraum, der Trittgeräusche verstärkt
  • Da keine Verbindung zwischen Untergrund und Parkett besteht, ist die Wärmeübertragung unterbrochen. Aus diesem Grund ist eine Fußbodenheizung ungeeignet, wenn das Parkett schwimmend verlegt werden soll.
  • Schwimmend verlegte Holzböden arbeiten stärker. Diese Bewegungen können dazu führen, dass die Klickverbindung des Parketts beschädigt wird.

4. Vorbereitung

Bevor Sie Ihr neues Parkett verlegen, müssen sich die Parkettdielen an das individuelle Raumklima anpassen. Dies geschieht, indem das Parkett in der Verpackung für mindestens 48 Stunden in dem betreffenden Raum lagert. Wichtig ist außerdem die korrekte Temperatur. Der Raum sollte zwischen 18 und 22 °C haben. Auch der Untergrund will richtig vorbereitet sein. Wichtig ist, dass dieser eben und staubfrei ist. Die Pakete werden erst direkt vor Beginn der Verlegearbeiten geöffnet. Dies verhindert, dass sich das Holz verzieht.

4.1 Welche Unterlage benötigen Sie?

Bei der schwimmenden Verlegung ist die Vorbereitung des Untergrunds ein wichtiger Schritt für ein zufriedenstellendes Endergebnis. Eine Trittschalldämmung wird faktisch immer benötigt. Diese füllt den Hohlraum zwischen Parkett und Untergrund. Gehgeräusche werden so gedämpft. Gleichzeitig werden mit der Trittschalldämmung kleinere Unebenheiten im Boden ausgeglichen. Wird das Parkett auf einem Estrich oder einem ähnlichen mineralischen Untergrund verlegt, ist zusätzlich eine Dampfbremse sinnvoll. Eine solche PE-Folie verhindert, dass Feuchtigkeit aus dem Untergrund in den Holzboden gelangt. Die Dampfsperre wird überlappend im ganzen Raum ausgebracht und mithilfe von doppelseitigem Klebeband fixiert. Zu den Wänden sollte ein Abstand von etwa 2 cm eingehalten werden.

4.2 Werkzeug- und Material-Liste

  • Akkuschrauber
  • Hammer
  • Wasserwaage
  • Gehrungs- und Kappsäge
  • Stichsäge
  • Verlegekeile
  • Richtschnur
  • Zugeisen und Schlagholz

Material

  • Parkettdielen
  • Trittschalldämmung und Dampfsperre
  • Parkettkleber
  • Sockelleisten
  • doppelseitiges Klebeband

Das Ausmessen des Raumes ist der erste Schritt vor dem Verlegen. Berechnen Sie eine großzügige Reserve für den Verschnitt mit ein. Erfahrungsgemäß sind 10 % ausreichend. Entscheiden Sie sich in dieser Phase auch für die Verlegerichtung. Oftmals wird das Parkett nach der Architektur des Raumes ausgelegt. In schmalen Räumen sorgt ein quer verlegtes Parkett für die Illusion eines geräumigeren Zimmers. Alternativ orientieren Sie sich am Lichteinfall. Wird das Parkett in Richtung des Lichts verlegt, wirkt es, als ob der Boden Helligkeit in den Raum zieht. Ein quer zum Lichteinfall verlegter Holzboden bricht das Licht an den Fugen. Dies sorgt für eine markante Tiefenwirkung, die oftmals geschätzt wird.

5. Schritt für Schritt Anleitung

5.1 Die erste Parkett-Reihe schwimmend verlegen

Die ersten Parkettdielen sollten besonders sorgfältig verlegt werden. Beginnen Sie mit drei Reihen simultan. Angefangen wird immer in einer Ecke des Raumes direkt an der Wand. Fügen Sie Kopf- und Stirnseite der Dielen zusammen. Falls notwendig, setzen Sie Hammer und Schlagholz ein, um das Parkett fugendicht zusammenzufügen. An den Rändern zur Wand wird eine Dehnungsfuge gelassen. Diese sollte etwa 1 bis 1,5 cm betragen. Mithilfe der Distanzkeile sorgen Sie für eine gleichmäßige und garantierte Fuge. Bei Aussparungen oder nicht rechtwinkligen Räumen werden die Parkettdielen vor dem Verlegen gesägt. Gleiches gilt für die Enden des Parketts, wenn der Boden auf die Wand trifft. Hilfreich ist es, das Parkettstück vorher anzulegen und mit einem Bleistift die Schnittkanten anzuzeichnen. Mithilfe der Stichsäge sägen Sie die Kanten passend zu.

Parkett mit Nut und Feder wird während des Verlegens verleimt. Der Kleber wird an der Federseite des bereits verlegten Parketts aufgetragen. Danach drücken Sie die nächste Parkettdiele mit der Nut auf die Feder. Es kann passieren, dass durch den Druck Kleber an der Verbindungsstelle austritt. Am besten entfernen Sie überschüssigen Leim sofort. Ein feuchtes Baumwolltuch funktioniert gut. Alternativ lassen Sie den Kleber etwas antrocknen und entfernen diesen dann.

5.2 Folgende Parkett-Reihen

Beim Verlegen des Parketts wird auf den Versatz geachtet. Dieser sollte der doppelten Breite einer Parkettdiele entsprechen und in Relation zur vorherigen sowie der nachfolgenden Reihe gewählt werden. Oftmals können Sie das Reststück einer Reihe für den Start der nächsten Reihe nutzen und so den Verschnitt minimieren. Zu kurze Stücke sind jedoch nicht nutzbar. Achten Sie außerdem auf ein passendes Farbspiel und eine gleichmäßige Verteilung der Maserung. Besonders bei den lebhaften Variationen gibt es mitunter größere Unterschiede. Verteilen Sie auffällige Parkettdielen gleichmäßig über den Raum, sodass sie ein stimmiges Gesamtbild erhalten. Falls Sie Dielen finden, die Materialfehler haben, sortieren Sie diese aus oder nutzen Sie diese für Randbereiche, sodass die fehlerhaften Bereiche als Verschnitt herausfallen. Sobald das Parkett verlegt ist, entfällt die Gewährleistung auf Materialfehler. Die Raumgröße bei der schwimmenden Verlegung sollte 9 Meter in der Breite beziehungsweise Länge nicht überschreiten. In größeren Zimmern ist es besser, das Parkett zu verkleben. Beachten Sie auch bei Türen die Dehnungsfuge. Der Bereich zwischen Parkett und Türleiste wird abschließend mit einer Übergangsschiene verdeckt.

5.3 Verlegung um Türrahmen & Heizkörper

Türrahmen: Da ein Parkettboden oftmals höher ist als der alte Bodenbelag, kann es bei den Türzargen zu Platzproblemen kommen. Sie können entweder die Zarge um die Höhe der Parkettdiele kürzen oder alternativ eine Aussparung in die Diele sägen. Etwaige entstehende Fugen verschließen Sie mit Holzsilikon. Auf diese Weise ist die Optik nicht beeinträchtigt und der Holzboden kann dennoch problemlos arbeiten.

Heizungsrohre: Zunächst markieren Sie die Position des Rohres auf der Parkettdiele. Beim Sägen wird etwa 30 mm mehr Platz für das Rohr ausgeschnitten. Das herausgetrennte Stück hinter dem Rohr können Sie mit Holzleim wieder einfügen. Heizkörperrosetten verdecken den Übergangsbereich zwischen Parkett und Rohr gekonnt. Diese gibt es auch in passenden Holzfarben.

5.4 Sockelleisten anbringen

Für einen Parkettboden aus massivem Holz bieten sich Leisten aus echtem Holz an. Die Farbe orientiert sich entweder am Parkett oder der Wandverkleidung. Mit einer Gehrungssäge passen Sie Leisten für Ecken und Kanten an. Entsprechend den Gegebenheiten werden die Sockelleisten mit Nägeln, Schrauben und Dübeln oder mit Kleber direkt an der Wand befestigt.

6. Die richtige Reinigung und Pflege: So haben Sie lange Freude an Ihrem neuen Parkett

Ein Parkettboden ist von Natur aus robust und langlebig. Dennoch benötigt Ihr Holzboden etwas Aufmerksamkeit und die richtige Pflege. Dann übersteht das Parkett auch viele Jahrzehnte und bleibt immer in einem einwandfreien Zustand. Der Staubsauger ist ein gutes Hilfsmittel, um den größten Teil der Verschmutzungen zu entfernen. Bei geölten Parkettdielen kommt Holzbodenseife zum Einsatz.

Tipp: Aggressive Reiniger und scharfe Gegenstände sind die natürlichen Feinde der Holzböden. Vermeiden Sie Scheuermilch oder Reinigungsmittel auf Basis von Säuren. Diese greifen die Versiegelung und das Holz an. Bei Möbeln bietet es sich an, Filzgleiter an den Füßen zu befestigen. So wird der Holzboden geschont und Sie vermeiden Kratzer. Für große Blumentöpfe gibt es Rollwägen.