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Holzterrasse bauen – So vermeiden Sie die häufigsten Fehler

Holzterrasse bauen – So vermeiden Sie die häufigsten Fehler

Eine Holzterrasse rundet jeden Garten ab, das klassische Tüpfelchen auf dem I. Für ambitionierte (und halbwegs talentierte) Heimwerker ist eine Holzterrasse zudem ein lohnendes und spannendes Projekt. Der Stolz über die mit eigenen Händen geschaffene Wohlfühloase lässt diese besonders hell strahlen. Aber Vorsicht, auch ein Höchstmaß an Motivation bewahrt Sie nicht davor, die typischen Fehler des Terrassenbaus zu begehen. Mit diesem Artikel möchten wir Ihnen einen Leitfaden an die Hand geben, der Ihnen dabei helfen soll, genau diese Fehler zu vermeiden. Wir zeigen die möglichen Probleme auf und liefern gleichzeitig die passenden Lösungsansätze.

Das falsche Holz

Verschiedene Holzarten unterscheiden sich teilweise gravierend. Angesichts dessen ist klar, dass nicht alle geeignet sind, wenn Sie eine Holzterrasse bauen möchten. Angesichts der unzähligen Holzarten und Möglichkeiten kann es passieren, dass man den Überblick verliert. Eine gute Möglichkeit zur Orientierung sind die Dauerhaftigkeitsklassen. Die geben an, wie haltbar unbehandeltes Holz im Freien ist.

Problem: Die falsche Holzauswahl zieht viele Probleme mit sich. Ist das Material nicht widerstandsfähig genug, verwittert das Holz zu stark und wird morsch. Die schadhaften Dielen müssen ausgetauscht werden – eine Belastung für die Nerven und das Portemonnaie gleichzeitig.

Lösung: Achten Sie bei der Wahl des Holzes nicht ausnahmslos auf den Preis! Geben Sie sich nur mit allerbester Qualität zufrieden – auch wenn Sie dafür etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Wir empfehlen Hölzer der Dauerhaftigkeitsklassen 1 (Cumaru, Massaranduba, Ipe, Thermoesche) und 2 (Bangkirai, Garapa, Thermoesche). Während Hölzer der DHK 1 eine Dauerhaftigkeit von bis zu 25 Jahren aufweisen, schaffen die Klasse-2-Hölzer immerhin noch 15 bis 20 Jahre. In der Haltbarkeitsklasse 3 finden Sie Lärche und Douglasie mit 10 bis 15 Jahren.

Keine durchdachte Vorbereitung

Wer eine neue Holzterrasse bauen möchte, der sollte besonders viel Arbeit in die Planung stecken. Denn nur mit einer guten Vorbereitung kommen Sie gut durch den Montageprozess. Wir zeigen Ihnen, auf welche vier Punkte Sie dabei unbedingt achten müssen.

Längenverschnitt

Holzdielen werden bei der Produktion lediglich grob auf die von Ihnen gewünschte Länge gekappt. Die finale Anpassung müssen Sie selbst vor Ort vornehmen. Bei der Bestellung müssen Sie deshalb unbedingt 15 Zentimeter auf die eigentlich benötigte Länge draufpacken.

Zu wenig Material

Die Bedarfsberechnung im Vorfeld des Terrassenbaus ist wichtig, um die benötigte Materialmenge zu ermitteln. Ausreichend wird das Ergebnis der Berechnungen aber nur in den seltensten Fällen sein. Warum? Weil es in der Realität immer zu Verschnitt kommt. Bei der Nachsortierung der georderten Dielen werden jene Exemplare aussortiert, die Mängel oder markante Schönheitsfehler aufweisen. (Kleinere Makel lassen sich in der Regel einfach rausschleifen.) Bestellen Sie deshalb immer um 10 % mehr als die Berechnung ergeben hat.

Eine Terrasse ist kein Zaun

Anders als bei Zaunbrettern der Fall, ist von Terrassendielen nach Ende der Montagearbeiten nur noch eine Seite zu sehen. Sie müssen also nur sichergehen, dass eine Seite Ihren (optischen) Vorstellungen entspricht. Die Fehler der anderen Seite verschwinden durch die einer Terrasse eigenen Montageart und sind nicht mehr zu sehen.

Eisenkontakt

Beim Kontakt mit Eisen neigen einige Holzarten zur Bildung von unschönen Flecken. Wir raten deshalb davon ab, bei der Montage Eisenschrauben oder -nägel einzusetzen. Vorsicht auch bei Zementstaub oder eisenhaltigem Rasendünger. Flexarbeiten sollten Sie ebenfalls nicht auf Ihrer Holzterrasse durchführen, da umherfliegende Eisenspäne die besagten Verfärbungen verursachen können. Mit rostfreien Edelstahlschrauben sind Sie immer auf der richtigen Seite.

Unterlüftung vergessen

Eine Holzterrasse ohne passender Unterlüftung wird unter Garantie nicht die maximal mögliche Haltbarkeit erreichen. Leider vergessen viele Heimwerker aber genau auf diese Komponente, wenn Sie Ihre neue Holzterrasse bauen.

Problem: Wird die Holzterrasse nicht entsprechend unterlüftet, begünstigt das die Entstehung von Staunässe. Darunter leidet klarerweise das Holz, es kommt zu Verzug, die Haltbarkeit nimmt ab. Feuchtigkeitsbedingt arbeitet das Holz zudem verstärkt, was wiederum die Montageschrauben in Mitleidenschaft zieht. Das geht in Extremfällen sogar so weit, dass die Schrauben einfach abreißen.

Lösung: Belüftungsprofile an den Rändern der neuen Terrasse ermöglichen einen nötigen Durchzug. Wer die Aufbauhöhe steigern muss, macht dies am besten mit Stelzlagern. Sorgen Sie dafür, dass zwischen der Terrasse und fixen Elementen in der Umgebung ein Abstand von mindestens 2 Zentimeter frei bleibt. Durch die richtige Bearbeitung des Untergrundes ermöglichen Sie ein problemloses Ablaufen des Regenwassers. Ebenfalls von großer Wichtigkeit ist ein entsprechend starkes Gefälle, es leitet das Wasser von der Hauswand in Richtung Garten ab.

Unterkonstruktion mit Bodenkontakt

Ohne einer vernünftigen Unterkonstruktion ist eine Terrasse nicht einmal die Hälfte wert. Der Unterbau ist enorm wichtig für die Langlebigkeit und die Stabilität der gesamten Konstruktion. Damit er möglichst lange hält, sollte er möglichst gut vor Feuchtigkeit geschützt werden.

Problem: Kommt Holz mit Feuchtigkeit in Berührung, reagiert es. Es quillt auf, Schimmel und andere Pilze können sich bilden. Um dies so weit wie möglich zu verhindern, dürfen die UK-Profile niemals direkt auf dem Untergrund liegen – ganz egal, um welche Art von Untergrund es sich handelt (offenes Erdreich wäre allerdings die schlechteste aller Ausgangslagen). Durch Feuchtigkeit beschädigte Profile müssen so rasch wie möglich ausgetauscht werden, da ansonsten die gesamte Terrassenkonstruktion leidet. Unnötiger (zeitlicher und finanzieller) Aufwand.

Lösung: Legen Sie die Unterkonstruktion niemals direkt auf dem Untergrund ab. Verwenden Sie Steinplatten als Auflagepunkte für den Unterbau. Mit Gummi-Terrassenpads sorgen Sie für zusätzlichen Schutz vor Feuchtigkeit. Das allerbeste Szenario wären höhenverstellbare Füße aus Kunststoff.

Die Materialfrage zur Unterkonstruktion: Kein Holzarten-Mix!

Eine Terrasse besteht aus einem sichtbaren und einem unsichtbaren Teilbereich. Die (sichtbare) Decklage wird von der (unsichtbaren) Unterkonstruktion getragen. Machen unterschiedliche Materialien für die unterschiedlichen Komponenten Sinn? Immerhin ist der Unterbau später ja nicht zu sehen, reicht also die Investition in weniger hochwertiges Holz aus? Unsere klare Antwort: Nein! Sparen Sie auf keinen Fall an der falschen Stelle! Verwenden Sie für Decklage und Unterbau unbedingt Material derselben Holzart.

Problem: Holz weist je nach Holzart eine spezifische Haltbarkeit auf. Wer nun auf unterschiedliche Materialien setzt, hat es auch mit unterschiedlichen Haltbarkeitszeiten zu tun. Dies wiederum führt zu Komplikationen bei der Wartung der Terrasse. So käme es nicht überraschend, dass an der Unterkonstruktion bereits Reparaturarbeiten anstehen, während die Decklage noch in einwandfreiem Zustand ist. Weiteres Problem: Unterschiedliche Holzarten weisen unterschiedliches Quell- und Schwindverhalten auf. Die Terrassenkomponenten würden gegeneinander arbeiten, die Verbindungsschrauben würden darunter leiden und in Extremfällen sogar abreißen.

Lösung: Weichholz zu Weichholz und Hartholz zu Hartholz. Zwingend die gleiche Sorte muss es nicht sein. Hauptsache ist, dass die Art identisch ist. Ein Rat noch zur Materialfrage bei der Unterkonstruktion: Wir empfehlen ausdrücklich Aluminium! Besonders dann, wenn Sie sich für eine Decklage aus Hartholz entschieden haben. Aluminium hat keinerlei Probleme mit Feuchtigkeit, es verrottet und verzieht sich nicht, die Bearbeitung ist einfach.

Falscher Abstand zwischen Unterbau-Profilen

Die Unterkonstruktion trägt die Decklage, schützt sie vor aufsteigender Feuchtigkeit, gleicht etwaige Unebenheiten im Boden aus und ist der Garant für eine langanhaltende Stabilität der gesamten Konstruktion. Allerdings erfüllt Sie all diese Aufgaben nur dann, wenn bei der Montage keine Fehler begangen werden. Der am häufigsten vorkommende Fehler: Zu viel Abstand zwischen den UK-Profilen.

Problem: Terrassendielen werden auf den Profilen der Unterkonstruktion fixiert. Dazwischen hängen Sie – einfach ausgedrückt – in der Luft. Wird dieser Bereich belastet, biegen sich die Bretter minimal durch. Holz ist im Normalfall robust und fest genug, um mit dieser Belastung zurechtzukommen. Allerdings nur dann, wenn der Abstand zwischen den Profilen nicht zu groß ist. Je weiter sie voneinander entfernt sind, desto stärker biegen sich die Dielen durch, der entstehende Schaden wird größer. Neben Rissen im Holz entsteht ein weiteres Problem: In der Mitte der sich durchbiegenden Dielen entstehen Senken, dort sammelt sich Regenwasser. Staunässe entsteht und beschädigt die Bretter.

Lösung: Der Abstand zwischen den einzelnen Unterbauprofilen darf keinesfalls zu groß sein. Im Fall einer Decklage aus Holz liegt die ideale Distanz bei 50 Zentimetern (WPC Terrassen: 40 Zentimeter). Halten Sie diese Distanz unbedingt ein, wenn Sie Ihre Holzterrasse bauen.

Löcher nicht vorgebohrt

Wer seine Holzterrasse bauen möchte, kann sich in Sachen Dielenfixierung zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden: Sichtbare Verschraubung von oben oder Befestigungsclips. Die unsichtbaren Clips (sie verschwinden nach der Montage unter der Decklage) werden bevorzugt dann eingesetzt, wenn es sich bei der Decklage um glatte Hartholzdielen handelt. Bei Weichholzdielen setzen Heimwerker üblicherweise auf die sichtbare Verschraubung von oben. Was bei der zweiten Variante aber oft vergessen wird, ist das nötige Vorbohren der Schraublöcher.

Problem: Werden Holzdielen ohne vorgebohrte Löcher auf der Unterkonstruktion verschraubt, besteht die (nicht geringe) Gefahr, dass das Material reißt und splittert. Die Schrauben können ebenfalls abreißen, die Verbindung zwischen Unterbau und Decklage wäre nicht stabil und langlebig.

Lösung: Wer eine Holzterrasse bauen will, der muss bei der Fixierung der Dielen unbedingt daran denken, Löcher für die Schrauben vorzubohren. Dazu gehört auch, die gebohrten Löcher nachzusenken. Das bedeutet, dass Bohrrückstände und möglicherweise abstehende Späne entfernt werden, bevor das Brett verschraubt wird. Wichtig ist auch, dass der Schraubenkopf immer bündig mit der Decklagenoberfläche abschließt. Wer seine Schrauben zu tief versenkt, schafft kleine Mulden, in denen sich Regenwasser sammeln und das Brett angreifen kann.

Zu wenig Abstand zwischen den Dielen

Holz ist ein Naturwerkstoff und reagiert entsprechend auf seine Umwelt. Veränderungen der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit lösen das typische Quell- und Schwindverhalten aus. Ein Umstand, den Sie auf keinen Fall vergessen dürfen, wenn Sie Ihre Holzterrasse bauen.

Problem: Terrassendielen aus Holz müssen genügend Platz haben, um sich problemlos ausdehnen zu können. Ist dieser Platz nicht vorhanden, wölbt sich die Decklage auf, die Bretter nehmen Schaden. Dazu kommt, dass ein Fehlen von Freiraum zwischen den Dielen das Ablaufen von Regenwasser verhindert und somit das Entstehen von Staunässe fördert.

Lösung: Halten Sie die notwendigen Abstände ohne Ausnahme ein. Zwischen Hartholzdielen sollten mindestens 4 Millimeter freibleiben, zwischen Weichholzdielen sogar 7. Tipp aus der Praxis: Abstandhalter sind in dieser Situation sehr hilfreich!

Falsche Oberflächenbehandlung

Auch, wenn Sie die Montage erfolgreich abgeschlossen haben, müssen Sie sich dennoch weiterhin um Ihre Terrasse kümmern. Da es sich bei einer Terrasse üblicherweise um ein Outdoor-Projekt handelt, müssen sich die Holzdielen gegenüber zahlreichen Einflüssen behaupten. Regen, Schnee, Eis, Wind, Sonne – es kommt einiges auf die Wohlfühloase zu. Ungeschützt würden sich die Auswirkungen schnell an der Oberfläche der Dielen zeigen. Die Farbe würde verblassen, das Material spröde werden, die Splitterwahrscheinlichkeit steigen. Glücklicherweise haben Sie die Möglichkeit, diese Entwicklungen zu bremsen, zu stoppen oder (teilweise) sogar umzukehren. Sofort nach Ende der Montage muss Pflegeöl aufgetragen werden. Dieses zieht tief ins Holz ein, schützt es vor Schmutz und Feuchtigkeit und konserviert die Farbe der Dielen.

Problem: Wer zu viel Öl verwendet, der tut seinen Terrassendielen nichts Gutes. Wird das Mittel in zu großzügigen Mengen eingesetzt, bilden sich klebrige Stellen, an denen Schmutz besonders gut haftet. Zudem entstehen durch die unterschiedlichen Öl-Mengen auch unterschiedliche Farbtöne. Zudem sind Kratzer in einer zu dicken Ölschicht besonders gut zu sehen.

Lösung: Übertreiben Sie es nicht! Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers hinsichtlich der Dosierung unbedingt! Wer sonst weiß besser, wie sein Produkt optimal eingesetzt wird? Haben Sie bereits klebrige Stellen entdeckt? Greifen Sie zum Terrassenreiniger – den Sie selbstverständlich bei uns im Onlineshop finden.

Fazit: Vermeiden Sie diese Fehler bei der Konstruktion einer Holzterrasse

Eine gute und gewissenhafte Planung minimiert die Wahrscheinlichkeit von Fehlern und Problemen im Terrassenbau immens. Informieren Sie sich im Vorfeld hinsichtlich der richtigen Holzart, stellen Sie die notwendige Unterlüftung sicher und legen Sie den Unterbau niemals direkt auf den Untergrund. Konstruieren Sie Decklage und Unterbau stets aus derselben Holzart (oder greifen Sie bei Hartholz zum Tragegerüst aus Aluminium). Achten Sie darauf, dass der Abstand zwischen den Unterkonstruktionsprofilen nicht zu groß ist, zwischen den Terrassendielen selbst muss genügend Freiraum bleiben. Bohren Sie unbedingt Löcher für die Montageschrauben vor und verwenden Sie bei der Oberflächenbehandlung nicht zu viel Öl!
Wer sich an diese neun Ratschläge hält, hat gute Chancen, ohne gröbere Probleme durch die Montage seiner neuen Holzterrasse zu kommen.