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Parkett auf Fußbodenheizung

Atmosphäre & Wärme gehen Hand in Hand

Fußbodenheizungen werden zunehmend beliebter. Die gleichmäßige Wärmeverteilung im Raum und warme Füße sind Vorzüge, die in dieser Form kein anderes Heizsystem liefert. Moderne Installationen sind sogar effizienter als eine alte Zentralheizung, sodass langfristig sogar die Heizkosten sinken. Dieser Wohlfühlfaktor ist bei vielen Neubauten eine Option, doch auch im Zuge einer Renovierung lässt sich eine Fußbodenheizung installieren. Die Kombination mit einem neuen Parkett auf der Fußbodenheizung ist nur der nächste logische Schritt. Um ein effektives und sparsames System aufzubauen, sollten Sie einige Dinge beachten. Im heutigen Beitrag erklären wir Ihnen, welche das sind.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Die Arten einer Fußbodenheizung
  2. Auswahl des geeigneten Parketts
    2.1 Die passende Holzart
    2.2 Der Aufbau des Parketts
  3. Richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit
  4. Fachmännische Montage und Betrieb
  5. Das vollflächige Verkleben von Parkett auf einer Fußbodenheizung

1. Die Arten einer Fußbodenheizung

Es gibt verschiedene Varianten von Fußbodenheizungen und nicht alle sind für die Kombination mit einem Parkettboden geeignet. Grundsätzlich sollten nur Fußbodenheizungen mit Warmwasserkreislauf genutzt werden. Da Holz empfindlich auf Wärmeschwankungen reagiert, wird eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur benötigt. Niedertemperatur-Fußbodenheizungen mit einer Vorlauftemperatur von maximal 36 °C sind gut geeignet. Ungeeignet sind hingegen elektrische Fußbodenheizungen. Bei diesen schwankt die Temperatur zu schnell und das System erreicht vorübergehend zu hohe Temperaturen.

2. Auswahl des geeigneten Parketts

2.1 Die passende Holzart

Die Wahl der passenden Holzart ist ebenfalls wichtig. Die Hölzer reagieren mitunter sehr verschieden auf Wärme- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen. Optimal sind Harthölzer, da diese ein geringeres Schwind- und Quellverhalten aufweisen. Eiche Parkett ist eine gute Wahl, ebenso Nussbaum und Parkett aus tropischen Harthölzern. Weiche Arten und Nadelhölzer – etwa Lärche, Fichte oder Kiefer sowie Buche und Ahorn – sind hingegen schlecht geeignet.

2.2 Der Aufbau des Parketts

Ein Faktor beeinflusst maßgeblich, wie effektiv die Fußbodenheizung arbeitet und wie schnell sie reagiert. Dies ist die Wärmeleitfähigkeit. Diese ist wiederum abhängig von der Dicke des Parketts. Optimal ist es, die Wärmeleitfähigkeit zwischen 0,10 und 0,15 m²K/W zu halten. Dünneres Parkett hat eine bessere Wärmeleitfähigkeit und ist deshalb zu bevorzugen. Im Onlineshop finden Sie Parkett mit einer Stärke von 10 oder 14 mm. Diese sind gut für eine Fußbodenheizung geeignet. Parkett mit einer Stärke von über 20 mm sollten Sie hingegen nicht mehr mit einem solchen Heizsystem kombinieren.

3. Richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Holzparkett besteht aus einem natürlichen Baustoff und besitzt aus diesem Grund einige besondere Eigenschaften. Zu diesen gehört auch die Fähigkeit, Feuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen und diese auch wieder abzugeben. Dieser Faktor sorgt dafür, dass Holzparkett das Raumklima positiv beeinflusst. Überschüssige Luftfeuchtigkeit wird aufgesaugt, was die Luftfeuchte senkt. In trockenen Zeiten hingegen gibt das Parkett die Feuchtigkeit wieder ab und verhindert ein zu trockenes Raumklima.
Diese Eigenschaft sorgt gleichzeitig dafür, dass das Holz arbeitet. Wird der Boden trocken und warm, dann können sich kleine Risse bilden. Dies ist ein natürlicher Vorgang und beeinflusst die Qualität Ihres Parketts nicht. Wenn Sie jedoch auf das Raumklima achten, können Sie solche Effekte verhindern. Entscheidend sind die Raumtemperatur sowie die Luftfeuchtigkeit. Ein optimales Raumklima hat eine Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 60 %. Eine zu trockene Luft erhöht die Wahrscheinlichkeit für Risse im Parkett und ist außerdem schlecht für die Gesundheit. Zu feuchte Räume haben hingegen ein erhöhtes Schimmelrisiko. Eine gute Raumtemperatur liegt zwischen 19° C und 22° C. Gerade mit einer Fußbodenheizung kann die Temperatur oft etwas niedriger eingestellt werden, da die gleichmäßige Wärmeverteilung für ein angenehmes Befinden sorgt.

4. Fachmännische Montage und Betrieb

Die Installation einer Fußbodenheizung hat mehrere kritische Phasen. Aus diesem Grund sollten Sie auf jeden Fall einen Fachbetrieb hinzuziehen und die Arbeiten von Experten ausführen lassen. So benötigt Estrich eine Aushärtezeit von rund 28 Tagen. Die Feuchtigkeit im Zementestrich darf 1,8 % nicht überschreiten. Erst dann ist die Verlegung des Parketts möglich.
Die zweite wichtige Phase ist das erste Aufheizen des Systems. Hierfür existieren besondere Aufheizprotokolle. So darf die Heizung zunächst nicht mehr als 29 °C Oberflächentemperatur erreichen. Dies wird mit Sensoren kontrolliert, die auf dem Estrich angebracht sind. Später, während der regulären Heizsaison, ist es wichtig, dass Sie einen Wärmestau verhindern. So sorgen Möbel, aber auch dicke Teppiche dafür, dass die Wärme schlecht abgegeben wird. Schränke mit einem Sockel sind die richtigen Partner für eine Fußbodenheizung. Auf dicke Teppiche mit gummierter Unterseite sollten Sie ebenfalls verzichten.

5. Das vollflächige Verkleben von Parkett auf einer Fußbodenheizung

Wird Parkett mit einer Fußbodenheizung kombiniert, dann wird der Holzboden immer vollächig verklebt. Durch diese Verbindung wird eine Wärmebrücke geschaffen. Diese verbessert die Wärmeübertragung zwischen Fußbodenheizung und dem Boden und erhöht die Effizienz des Heizsystems. Außerdem verhindert dies, dass sich Wärme zwischen Boden und Estrich aufstaut. Gleichzeitig bietet ein vollflächig verklebtes Parkett gute Eigenschaften, was die Tritt- und Raumschalldämmung angeht. Beim Verkleben ist es sinnvoll, dass Sie Hilfe von einem erfahrenen Profi in Anspruch nehmen. Dieser kann Ihnen die wichtigsten Punkte erklären, sodass geübte Handwerker die Arbeit dann in Eigenregie durchführen können.