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Parkett im Sonnenlicht

Mit diesen Farbänderungen müssen Sie rechnen

Parkett wäre sicher nicht dieser überaus beliebte Klassiker, wenn Holz synthetisch herstellbar wäre. Denn gerade der natürliche, ursprüngliche und einzigartige Charakter von Holz macht einen Parkettboden so unverwechselbar und besonders. Neben vielen weiteren positiven Merkmalen besitzt Holz allerdings auch einige wenige nicht so überzeugende Eigenschaften. Die Empfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit zum Beispiel gehört ganz sicher dazu und für viele Menschen wahrscheinlich auch die fehlende Lichtechtheit. Was es mit den Farbänderungen auf sich hat, wie sie sich auswirken und ob Sie etwas dagegen unternehmen können, erfahren Sie im folgenden Blogbeitrag.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Natürliche Farbänderung bei Parkett: Warum ist das so?
  2. Heller oder dunkler: Wie genau ändert sich die Farbe bei Parkett?
  3. Was kann ich gegen Farbänderungen tun?
  4. Fazit: Farbänderungen bei Parkett gehören zum Charakter

1. Natürliche Farbänderung bei Parkett: Warum ist das so?

Feuchtigkeit, Raumklima und ganz normale Abnutzungserscheinungen können bei Farbveränderungen eine Rolle spielen. In erster Linie verantwortlich für die natürlichen Farbänderungen bei Parkett ist aber das UV-Licht, dem der Holzboden bei direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Normalerweise produziert ein Baumstamm Lignin, um die Zellen unter anderem vor dem Eindringen von UV-Licht zu schützen. Wird der Baum gefällt, kann kein Lignin mehr gebildet werden; es wird aber durch das UV-Licht weiter abgebaut. So entsteht mit der Zeit eine Farbänderung, die bei Parkett nach ungefähr sechs Monaten sichtbar wird.

2. Heller oder dunkler: Wie genau ändert sich die Farbe bei Parkett?

Es mag verwirrend klingen, weil mal von Aufhellung und mal von Nachdunkeln die Rede ist, aber eigentlich ist es ganz einfach, denn es gilt die Faustregel: Helles Parkett dunkelt nach, dunkles Parkett wird heller. Im Einzelnen wirken sich die Farbveränderungen aber natürlich dann doch unterschiedlich aus. Welche Holzart wie hell oder dunkel wird, können Sie der folgenden Liste entnehmen.

HolzartNachdunkelnAufhellung
Ahornstärkerer Goldton (Vergilben) 
Buchestärkerer Rotton 
Doussiewird zunächst dunklerwird später wieder heller
Eiche nur schwach ausgeprägt
Eschestärkerer Gelbton (Vergilben) 
Kirschestärkerer Rotton 
Lärcheinsgesamt dunkler 
Merbau verblassender Rotton und stärkeres Mittelbraun
Nussbaum von rotbraun zu goldbraun
Wengeinsgesamt etwas dunkler 

Lackiertes Parkett bleicht übrigens schneller aus als geöltes Parkett – zumal, wenn Farböl verwendet wird. Denn während der Lack selbst ebenfalls durch UV-Licht aufgehellt wird, bleichen die Farbpigmente im Öl nicht aus. Auch geräucherte Hölzer zeigen wenig Farbänderungen, da der chemische Prozess des Räucherns dem entgegenwirkt.

3. Was kann ich gegen Farbänderungen tun?

Es gibt einige Dinge, die Sie tun können, aber über eines sollten Sie sich im Klaren sein: Sie können die beschriebenen Farbänderungen nicht verhindern. Sie können vielleicht dafür sorgen, dass der Prozess verlangsamt wird oder weniger deutlich zutage tritt, aber Sie können ihn nicht stoppen. Dies sind die Möglichkeiten, die Sie ergreifen können, um die Farbänderungen zu verzögern bzw. zu kaschieren:

  • Regelmäßige Holzpflege für ein frisches, lebendiges Aussehen
  • Eine Öl-Versiegelung mit Farbpigmenten
  • UV-Licht direkt am Fenster abschirmen durch UV-Filter, Vorhänge oder Jalousien
  • Leichte Möbelstücke, Teppiche und Läufer regelmäßig verschieben oder ganz auf eine Abdeckung verzichten
  • Eine Lackierung mit UV-Absorber verwenden (funktioniert allerdings nicht mit allen Holzarten)
  • Parkettboden abschleifen und neu versiegeln

4. Fazit: Farbänderungen bei Parkett gehören zum Charakter

Bevor Sie sich für eine Holzart für Ihren Parkettboden entscheiden, sollten Sie sich informieren, welche Farbänderungen auf Sie zukommen werden. Mit diesem Wissen können Sie gegebenenfalls einen Farbton heller oder dunkler wählen. Oder Sie entscheiden sich gleich für eine andere Holzart, denn sowohl der Farbton selbst als auch die Intensität der Farbänderung ist bei jeder Holzart anders. Eiche zum Beispiel zeigt ein sehr dezentes Nachdunkeln, bei Räuchereiche ist die Farbänderung noch geringer. Vor allem sollten Sie sich aber nicht zu viele Gedanken über die optische Veränderung Ihres Parkettbodens machen, denn es handelt sich dabei um einen natürlichen Prozess und keinen Schönheitsfehler. Ebenso wie Falten das Gesicht eines Menschen interessanter machen, verleihen auch die meisten Gebrauchsspuren und Farbänderungen einem Holzboden Charakter und sorgen für eine unverwechselbare Ausstrahlung.