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Schlossdielen vollflächig verkleben

Schlossdielen verlegen – Die vollflächige Verklebung

Ist der Funke bei Ihnen auch in dem Moment übergesprungen, als Sie das erste Mal einen Schritt auf eine Schlossdiele gesetzt haben, und gehen Ihnen die überdimensional langen Holzdielen seitdem nicht mehr aus dem Kopf? Damit sind Sie nicht allein: Schlossdielen wissen bereits seit mehreren hundert Jahren zu begeistern. Einst nur noblen Räumlichkeiten wie Palästen, Altbauten und Kirchen vorbehalten, ziehen die besonders langen und breiten Dielen heutzutage auch in moderne Neubauten ein. Sie sind vor allem dann eine gute Wahl, wenn sie in einem großzügig geschnittenen Raum verlegt werden sollen. Denn sie brauchen ein wenig Platz, um ihre gesamte Wirkung zu entfalten. Worauf es bei der Verlegung von Schlossdielen – insbesondere der vollflächigen Verklebung – ankommt, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Die Verlegearten: Verschraubung und Verklebung
  2. Selbst verlegen oder verlegen lassen?
  3. Vorteile von vollflächig verklebten Schlossdielen
  4. Nachteile von vollflächig verklebten Schlossdielen
  5. Bestens vorbereitet: Das gibt es vor der Verlegung zu tun
  6. In sechs Arbeitsschritten zum vollflächig verklebten Dielenboden
  7. So werden Schlossdielen gereinigt und gepflegt

1. Die Verlegearten: Verschraubung und Verklebung

Für die Verlegung von Schlossdielen bieten sich zwei Verfahren an: die Verschraubung und die vollflächige Verklebung. Welche der beiden besser geeignet ist, hängt vom Aufbau der Dielen ab und davon, wie es um die Untergrundbeschaffenheit in Ihren Räumlichkeiten steht und ob Sie den Holzboden auf einer Fußbodenheizung verlegen möchten.

Bei massiven Schlossdielen hat sich das feste Verschrauben mit einer Unterkonstruktion aus Kanthölzern oder OSB-Spanplatten bewährt. Für die Kombination mit einer Fußbodenheizung eignet sich diese Verlegeart allerdings nicht, dafür kommt stattdessen die vollflächige Verklebung infrage. Handelt es sich um Dielen mit 3-Schicht-Aufbau und stellt Estrich den Unterboden dar, ist das vollflächige Verkleben ebenfalls die bessere Wahl.

2. Selbst verlegen oder verlegen lassen?

Die Verlegung gehört per se schon zu den anspruchsvollen Baummaßnahmen, denn die Haltbarkeit eines Bodens hängt maßgeblich von der fachgerechten Ausführung ab. Durch die immense Länge der Schlossdielen wird das Verlegen zusätzlich erschwert, sodass sich ambitionierte Heimwerker auf jeden Fall nicht ganz allein ans Werk machen sollten. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie einen Fachmann für die Verlegung beauftragen. Vor allem, wenn eine Fußbodenheizung mit im Spiel ist oder der Raum viele Ecken und Winkel besitzt, sollten Sie sich einen Profi ins Haus holen.

3. Vorteile von vollflächig verklebten Schlossdielen

Die vollflächige Verklebung von Holzdielen ist eine bewährte Verlegetechnik, die zahlreiche Vorteile mitbringt:

  • der Kleber verleiht den Schlossdielen eine hohe Festigkeit und Formstabilität
  • das Arbeiten des Holzes wird deutlich reduziert
  • eine Unterkonstruktion ist nicht notwendig; daraus resultiert eine geringe Aufbauhöhe
  • das Abschleifen der Dielen im Renovierungsfall wird erleichtert
  • vollflächig verklebte Schlossdielen sind geräuscharm
  • für Fußbodenheizung geeignet

4. Nachteile von vollflächig verklebten Schlossdielen

Neben den Vorzügen gibt es jedoch auch einige Nachteile der vollflächigen Verklebung, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten:

  • das Demontieren von verklebten Dielen ist zeitaufwendig und kostenintensiv
  • der Kleber kann Chemikalien enthalten, Zusammensetzung ist häufig nicht offengelegt
  • die Verklebung ist mit höheren Kosten als eine Verschraubung verbunden

5. Bestens vorbereitet: Das gibt es vor der Verlegung zu tun

Damit die Verklebung der Schlossdielen reibungslos vonstatten gehen kann, sollten Sie im Vorfeld alle notwendigen Materialien und Werkzeuge besorgen, den Untergrund vorbereiten und einige Entscheidungen zum Verlegebild treffen.

Untergrund

Beim Untergrund gilt: Er muss sauber, eben, trocken und tragfähig sein. Darüber hinaus sollte ein Fachmann die Restfeuchte des Estrichs messen. Bei Zementestrich liegt der optimale Wert zwischen 1,8 und 2,0 %; bei Calciumsulfat-Fließestrich zwischen 0,3 und 0,5 %.

Akklimatisierung

Nachdem Sie die Schlossdielen gekauft haben und sie Ihnen geliefert wurden, müssen sich diese an ihre zukünftige Umgebung gewöhnen. Dafür lagern Sie die ungeöffneten Pakete in genau dem Raum, in dem sie später verlegt werden sollen, und zwar für mindestens 48 Stunden. Dieses Vorgehen ist wichtig, um einem Verzug der Schlossdielen vorzubeugen. Zudem sollten Sie bei der vollflächigen Verklebung, insbesondere im Winter, einen Blick auf das Thermometer werfen: Idealerweise zeigt dieses zwischen 18 und 22 °C; die Luftfeuchtigkeit sollte bei ungefähr 50 %.

Verschnitt

Den anfallenden Verschnitt müssen Sie bereits beim Einkauf der Schlossdielen berücksichtigen, indem Sie etwa 10 % auf den Materialbedarf draufrechnen. Damit das Gesamtergebnis am Ende optisch einheitlich ist, nehmen Sie die Dielen nicht nacheinander aus ein und demselben Paket, sondern abwechselnd aus den einzelnen Verpackungen. Legen Sie diese dann in voller oder anfallender Länge aus, je nachdem, ob Sie die raumlange oder endlose Verlegung wählen.

Verlegerichtung

Ob Sie die Schlossdielen längs oder quer verlegen, bleibt Ihnen überlassen. Folgen Sie der Längsrichtung des Raumes, fällt gegebenenfalls weniger Verschnitt an. Einige Menschen orientieren sich bei der Velegerichtung auch am Lichteinfall oder ziehen grundsätzlich die Optik einer Verlegung quer zum Raummaß vor.

Materialien

Für die vollflächige Verklebung benötigen Sie neben den Schlossdielen und Sockelleisten eine Grundierung und einen geeigneten Parkettkleber.

Werkzeuge

Folgende Werkzeuge werden Ihnen während der Verklebung treue Dienste leisten: Japan-, Stich- oder Tischkreissäge, Schlagholz, Gummihammer, Zahnspachtel, Quast, Zollstock, Wasserwaage, Anschlagplatte und Bleistift.

6. In sechs Arbeitsschritten zum vollflächig verklebten Dielenboden

Beginnen Sie zunächst mit einer „Trockenübung“, indem Sie die Schlossdielen einmal lose auslegen. Dabei prüfen Sie, ob alle Maße stimmen, die einzelnen Elemente zueinander passen und genügend Material vorhanden ist. Danach wird es ernst:

1. Kleber auftragen

Um die Arbeit zu erleichtern, sollten Sie den Kleber nicht sofort auf der gesamten Fläche verteilen, sondern immer Abschnitt für Abschnitt. Der Auftrag erfolgt mit einem Zahnspachtel. Damit alle Schlossdielen mit ausreichend Klebstoff versorgt werden, nehmen Sie unbedingt einen Spachtel in der vom Hersteller empfohlenen Größe zur Hand.

2. Erste Schlossdiele anpassen

Am Rand der Wand gegenüber der Eingangstür platzieren Sie die erste Schlossdiele. Achten Sie auf genügend Abstand zur Wand; zu der die Nut der Diele gerichtet ist. Nehmen Sie nun das Schlagholz, um die einzelnen Elemente miteinander zu verbinden. Dabei entfernen Sie sich immer mehr von der Wand. Achtung bei Heizungsrohren, Wänden und Säulen: Berücksichtigen Sie einen Abstand von mindestens 10 cm, denn sind die Dielen zu stark eingespannt, besteht die Gefahr, dass sie sich aufwölben.

3. Weitere Schlossdielen verlegen

Mit den folgenden Reihen gehen Sie ebenfalls so vor, dass Sie zunächst genügend Klebstoff auftragen und die Diele anschließend hineindrücken. Erleichtert wird die Arbeit durch Hinzunahme von Zugeisen und Schlagstock.
Achtung: Der Klebstoff sollte weder mit Ihren Händen noch mit den Werkzeugen in Kontakt kommen, denn er hinterlässt Flecken auf der Oberfläche.

4. Letzte Schlossdiele anpassen

Sobald Sie auf der anderen Seite der Wand angekommen sind, kann es passieren, dass die letzte Diele zu breit für den vorhandenen Platz ist. Mithilfe einer Kreissäge können Sie die Schlossdiele zuschneiden. Ermitteln Sie die verfügbare Breite und vergessen Sie nicht, den Wandabstand mit einzukalkulieren.

5. Trocknen lassen

Nachdem Sie die letzte Schlossdiele in den Kleber gedrückt haben, heißt es rund 24 Stunden zu warten, bevor Sie Ihren neuen Holzboden betreten können. Während der Trocknungszeit sollten Sie die frisch verlegten Dielen möglichst nicht belasten.

6. Sockelleisten montieren

Nun fehlen nur noch die Sockelleisten. Sie bilden den Boden-Wand-Abschluss und sollten deshalb optisch zu den Schlossdielen oder zur Wandfarbe passen. Außerdem sind im Falle von Massivholzdielen auch massive Leisten empfehlenswert. In der Regel werden diese mit Schrauben und Dübeln befestigt. Je nach Sockelleiste kommen aber auch Clips, Kleber oder Nägel infrage. Innen- und Außenecken können Sie mithilfe einer Gehrungssäge anfertigen.

7. So werden Schlossdielen gereinigt und gepflegt

Wie bei vielen anderen Produkten gilt: Die richtige Pflege und Reinigung erhöhen die Haltbarkeit und somit die Lebensdauer der Schlossdielen. Außerdem werden sie ihrem Namen nur gerecht, wenn man sie entsprechend behandelt, nämlich königlich. Solange Sie ein paar einfache Grundregeln beachten, erstrahlen die Schlossdielen in schönstem Glanz:

  • Nach der Verklebung muss der Holzboden geölt oder lackiert werden.
  • Alle ein bis drei Jahre sollte nachgeölt werden.
  • Für die Reinigung geölter Oberflächen gibt es spezielle Holzbodenseifen.
  • Finger weg von aggressiven Scheuermitteln!
  • Reinigungsgeräte mit scharfen Ecken und Kanten sind tabu.
  • Filzgleiter an Stuhl- und Tischbeinen verhindern Kratzer.
  • Legen Sie Bodenschutzmatten unter den Bürostuhl oder in stark frequentierte Bereiche.
  • Nutzen Sie Pflanzenroller, anstatt Blumentöpfe direkt auf die Schlossdielen zu stellen.